Donnerstag, 16. April 2009

Analyse eines Priesters

SÜHNELEIDEN VON FRAU MYRTHA MARIA,

Augenzeugenbericht von Pfarrer Dr. A. Fugel vom 28.3.2006

Leider wurde Myrtha Maria der Zutritt zur Pfarrkirche während der hl. Messe im Zusammenhang mit ihrem Sühneleiden verboten. Dessen ungehindert setzt sie ihr schweres Sühneleiden insbesondere für die Priester und Bischöfe in einer kleinen Kapelle fort.

Es sind während ihres Sühneleidens folgende Hauptphasen bemerkbar:

1) Vor der hl. Messe, während der Rosenkranz gebetet wird, nimmt Frau Myrtha Maria auf Bitte der Gottesmutter Peinigungen und Qualen des Satans auf sich als Sühne. Das geht so lange, bis ein Priester eintritt und sie segnet. Satan weicht sofort. Frau Myrtha kniet nieder, mit dem Kopf auf die Kniebank gesenkt. Oft weint und schluchzt sie.

2) Dann erhebt sie ihr Haupt, schaut mit unbeweglichen Augen auf die Gottesmutter-Statue eine Weile, dann beginnt sie die Botschaft zu übernehmen, die sie halblaut ausspricht. Diese enden in einem bitteren Weinen und in den Hilferufen an die Gottesmutter und um Fürbitte bei Jesus, ihrem Göttlichen Sohn, die Menschheit doch zu verschonen, sie zur Umkehr zu bewegen!

3) Ihr Haupt wieder auf die Kniebank gesenkt, weint sie, schluchzt und bittet. Dann beginnt der Priester die hl. Messe. Mit der hl. Messe beginnt auch das mystische Leiden Jesu am Karfreitag.

4) Beginn des Sühneleidens. Keiner kann genau nachvollziehen, was genau sie mystisch durchlebt, jedoch lässt sich beobachten:
• 1. Schuldbekenntnis: (auf der Kniebank)
• 2. Evangelium. Geisselung Es scheint, als wollte Frau Myrtha die Schläge, besonders auf den Kopf, abwehren. der Rücken krümmt sich unter den Geisselhieben.

• 3. Opferung Dornenkrönung. Deutlich erkennbar ist wohl das Aufsetzen der Dornenkrone. Zuckungen am ganzen Körper. >>> kurze Ruhepause

• 4. Sanctus: Kreuztagen. Die Kreuzwegstationen und die rohen Peitschenhiebe der Soldaten während dem Kreuzweg sind erkennbar.

• 5. Hl. Wandlung bis Vaterunser. Entblössung Jesu, Annagelung ans Kreuz. Hängen am kreuz mit Todesqualen. Tod am Kreuz. Der Atem von Myrtha Maria stockt, der Leib liegt regungslos da. >>> kurze Ruhepause

• 6. Vaterunser. "Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen". Myrtha Maria sühnt für die Sünden jener, die das Kreuzesopfer Jesu nicht annehmen und in Sünde leben.

• 7. Mit mühevollen Schritten schreitet sie zur hl. Kommunion. Beim Rückweg: Kurzer Blick auf das Kreuz und die Muttergottes-Statue. Myrtha Maria ist ruhig, sitzt noch lange, nachdem alle aus der Kirche gegangen sind, und betet in der Stille.

Myrtha Maria leidet schon im 14. Jahr und lebt von der hl. Kommunion. Ihr Körper ist sehr geschwächt, die Leiden folgen jedoch noch immer demselben Ablauf. Beobachtungen in der kleinen Kapelle von Grub SG am 28.03.2006 Ich war nun zum ersten Mal in der hl. Messe dabei - und war tief ergriffen.
Bisher habe ich anhand der Botschaften der "Sache Myrtha Maria" eine Glaubwürdigkeit zugesprochen - jetzt ist sie für mich nicht nur glaubwürdig, sondern nach menschlichem Ermessen absolut echt und über alle Zweifel erhaben! Hierzu kann ich - und ich tue es gerne – folgendes erklären:

1) Da ich schon 7.45 Uhr dort war und als erster Priester in die Kapelle eintrat, passierte etwas, was eigentlich nicht sein KANN: Ich legte meine Hand auf die Türklinke von Aussen (!!), und schon kam die Sühneseele Myrtha Maria in Richtung Türe, tobend und schreiend: Hau ab, Satan, hau ab, hau ab... Ich beobachtete ihr Gesicht und ihre Handbewegungen. Sie kam nach meinem Eintritt in Kapelle zwar mir entgegen, blieb aber etwa 30-40 cm vor mir stehen und tobte... Sie stand wie angenagelt, und als ich mich ihr um einen Schritt näherte, wich sie zurück, die Distanz immer (fast genau) einhaltend!

Hierzu folgende Feststellung:
a) Sie KONNTE mich NICHT kennen, dass ich Priester bin, da ich im Römerkragen-Hemd und nicht in der Soutane war und selbst dieser Römerkragen war durch den Mantel verdeckt.
b) Sie konnte mich in dem Augenblick noch nicht sehen, da ich noch gar nicht in der Kapelle war, als sie tobend in Richtung Türe lief.
c) Da ich mir vornahm, bei meinem ersten Besuch alles genau zu beobachten, kann ich bestätigen, dass die Stimme, die in diesem Augenblick aus ihr sprach, eine andere war als jene - ihre eigene - Stimme, die ich dann bei der Wiedergabe der Botschaft hörte!
d) Ich nahm meinen Rosenkranz ohne irgend einer inneren oder äusseren Eile aus der Hosentasche - daran das Benediktuskreuz, worüber ich seinerzeit auch den Leoninischen Exorzismus sprach - sprach den Segen in der einfachsten Form in Latein und machte das Kreuz über ihr Haupt. Ich hatte eigentlich vor, mit dem Benediktuskreuz ihr ein Kreuzzeichen auf die Stirne zu machen durch Berührung ihrer Stirn. Dazu kam es nicht. Es gab zwei kurze Reaktionen: Sie wich zurück wie eine unbewegliche Statue (ich hatte den Eindruck, dass sie nicht nach Hinten schritt, sondern wie eine Statue nach hinten "geschoben" wurde), stand vielleicht 1-2 Sekunden starr da und fiel dann zu Boden. Wenn bisher alle Muskeln (ich konnte ja die Hände und das Gesicht schnell beobachten) fast zum Zerreissen angespannt waren, sah man jetzt, wie sich der ganze Körper fast wie im Tiefschlaf entspannte.

2) Nach knapp einer Minute stand sie ohne weitere Hilfe auf und kniete auf die Kniebank nieder. Ich habe alles genau, soweit mir möglich war, beobachtet. Ab dem Augenblick, da sie sich erhob, nahm sie zwar wahr, was um sie herum ist, reagierte aber nicht so, wie einer, der
a) seine Umgebung wahrnimmt und
b) auf seine Umgebung je nach Wahrnehmung reagiert. Sie nahm wahr - reagierte aber nicht menschlich "normal". Auf der Kniebank kniete sie in einer von Kopf bis Knie bildende "geöffneten U-Haltung". In dieser Situation verharrte sie, ohne dass sie eine Entspannung der Rückenmuskeln auch nur für einen Augenblick suchte.

3) Es war unmöglich, dass sie auf den Altar blicken konnte, um die hl. Messe mit den Augen zu verfolgen. Auch wenn man annimmt, dass sie die Predigt hörte und das laut gebetete "Kyrie" vernahm - in diesem Augenblick begannen die typischen Zuckungen eines Menschen, der geschlagen wird: Hände schützend über den Kopf halten, dann wiederum abwehrend, Schläge mit beiden Händen auffangend, Krümmung des Rückens für Augenblicke so, als wenn man bei einem Schlag darauf sich einzieht und nachher wieder in die Ursprungsposition zurückkehrt – kann die absolut zeitgleiche „Leidensreaktion" mit dem Fortgang der hl. Messe nicht in allen Einzelteilen auf das Sehen oder Hören zurückgeführt werden. Was sie beispielsweise nicht sehen und nicht hören konnte waren jene Teile der hl. Messe, die der zelebrierende Priester in völliger Stille betete und die Menschen in der Kapelle sich ebenfalls absolut ruhig verhielten. Dennoch überkam Frau Myrtha Maria sofort etwa nach dem Sanctus die wohl am heftigsten in mystischer Schau bzw. körperlich real empfundenen Schmerzen, die sich in eine "Kreuzigung-Haltung" steigerte: Die Hände in V-Form ausgestreckt, die Fäuste fast bis zum Zerreisen der Sehnen geballt, der Kopf tief gebeugt auf der Kniebank liegend, dann wiederum 2-3 Mal sich ein wenig erhebend um mit Wucht auf die Kniebank zu prallen, der Atem stockend bis kurz anhaltend. Der Körper selbst blieb dabei in der erwähnten "U-Form".

4) Ich sass während der ganzen hl. Messe neben ihr. Als der Priester mit der hl. Kommunion kam - sie konnte das weder sehen noch hören - stand er ca. 2-3 Sekunden vor ihr, die hl. Hostie über ihren geneigten Kopf haltend. In diesem Augenblick waren keine Zuckungen des Körpers zu bemerken. Sie erhob dann ihr Haupt, genau so hoch, dass die hl. Hostie vor ihrem Mund zu stehen kam und dehnte sich sichtbar der hl. Hostie entgegen. Eine unendliche "Sehnsucht" kann allein für diesen Augenblick zuständig gewesen sein - das sagten die Gesten, die Kopfbewegung und auch die genau auf die hl. Hostie gerichteten Augen. Als sie die hl. Kommunion empfing, sackte sie in die "U-Form" kniend zurück und sah eher sehr entspannt aus.

5) Was für mich persönlich unerklärlich schien, ist die Zeit vor der hl. Messe, als sie sich plötzlich erhob, die "U-Form" des Körpers ein einziges mal aufgab und aufrecht kniete. Die Augen richteten sich irgendwo hin in Richtung nach vorne. Ich probierte der Augenrichtung zu folgen und kam auf eine eher kleine, unscheinbare Holzstatue der Muttergottes, die von mir aus gesehen vorne links stand. Als Sie die "Botschaft" sagte, war auffallend, dass sie
a) NIE nach Worten suchte
b) klar und langsam redete
c) keinen Satz wiederholte
d) ohne Unterbrechung (Denkpause) sprach
e) absolut logisch die einzelnen Themen "abhandelte"
f) keine Pause zwischen den einzelnen Themen machte.
g) Es schien, als ob sie das, was sie sagte, irgendwie "ablesen" könne - was sicher nicht der Fall war. Daher ist anzunehmen, dass sie zwar keine Vision der Gottesmutter hatte, jedoch Worte sprach, die sie nicht kannte, weder vorher zurechtgerückte, evtl. auch auswendig gelernte hätte. Theologisch gesehen aber ist der ganze Text - die Botschaft - auf eine durch übermenschliche,
übernatürliche Kraft ihr von Wort zu Wort "eingegebene Inspiration" zurückführbar.
Da die "Themen" in absolutem Einklang mit der Lehre der Kirche stehen, kann ich für mich persönlich diese Kraft nur im Heiligen Geist finden, wohl vermittelt durch die Gottesmutter, da SIE - "die Mutter" - die Adressatin bzw. die "Gesprächspartnerin" von Myrtha Maria in den Botschaften ist.

6) "Botschaften des Himmels" müssen
a) sich an der Lehre der Kirche messen lassen und
b) eine Hilfe für die Gläubigen jener Zeit sein, in der die Botschaften von Gott zugelassen werden. Diesen Botschaften kann man beides zusprechen, da sie denjenigen, die bereit sind, auf sie zu hören, die Schwierigkeiten, die das Glaubensleben in unserer Zeit bedrohen, sehr genau umschreiben.

Pfr. Dr. theol. Adolf Fugel

Quelle: www.fatima.ch